VW streicht 35.000 Jobs in Deutschland – Sozialplan soll Betroffene auffangen
Catrin KabusVW streicht 35.000 Jobs in Deutschland – Sozialplan soll Betroffene auffangen
Volkswagen treibt seine Pläne voran, bis 2030 rund 35.000 Arbeitsplätze in Deutschland abzubauen, während der Konzern sich auf Elektromobilität und digitale Technologien umstellt. Bereits 20.000 Stellen wurden in den zehn deutschen Werken des Unternehmens gestrichen. Weitere Kürzungen stehen bevor, doch über Standorte außerhalb Deutschlands gibt es noch keine klaren Angaben.
Um die sozialen Folgen abzufedern, bietet Volkswagen Vorruhestandsregelungen an, die für berechtigte Mitarbeiter finanzielle Anreize vorsehen.
Die Stellenstreichungen sind Teil der Strategie des Konzerns, im sich wandelnden Markt wettbewerbsfähig zu bleiben. Bisher entfielen 20.000 der geplanten Kürzungen auf die deutschen Standorte – 15.000 weitere folgen. Wo genau diese zusätzlichen Einschnitte außerhalb Deutschlands erfolgen sollen, hat das Unternehmen noch nicht präzisiert.
Für Beschäftigte der Jahrgänge 1969 und 1970 sieht das Vorruhestandsmodell Lohnaufstockungen von bis zu 95 Prozent des bisherigen Nettogehalts vor. Zudem übernimmt Volkswagen weiterhin die vollen Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung für diese Arbeitnehmer. Für die Jahrgänge ab 1971 stehen die endgültigen Konditionen für einen vorzeitigen Ruhestand jedoch noch aus.
Der Konzern verpflichtet sich, die Hälfte der entstehenden Renteneinbußen lebenslang auszugleichen, falls sich Mitarbeiter für den Vorruhestand entscheiden. Schätzungsweise 70 Prozent der anspruchsberechtigten Belegschaft dürften das Angebot annehmen. Volkswagen bezeichnet diese Maßnahmen als sozialverträgliche Lösung für den Personalabbau.
Die Kürzungen werden spürbare Auswirkungen auf den deutschen Arbeitsmarkt haben – insbesondere in Wolfsburg, wo Volkswagen einer der größten Arbeitgeber ist. Experten warnen zudem vor möglichen volkswirtschaftlichen Risiken, sollten andere Hersteller ähnliche Strategien zur Verkleinerung ihrer Belegschaften verfolgen.
Während sich Volkswagen an die neuen Anforderungen der Branche anpasst, werden die Stellenstreichungen weitergehen. Die Vorruhestandsregelungen sollen die Betroffenen entlasten, auch wenn noch nicht alle Details feststehen. Die Entwicklung könnte die Beschäftigungstrends in der deutschen Automobilindustrie in den kommenden Jahren prägen.