03 March 2026, 21:43

Wangerland Touristik GmbH meldet Insolvenz nach Millionenverlusten beim Thalasso-Spa

Der Porac Public Market in Manila, Philippinen, zeigt eine belebte Szene mit Fahrzeugen auf der Straße, zahlreichen Ständen, umgeben von Gebäuden und Bäumen unter einem klaren blauen Himmel.

Wangerland Touristik GmbH meldet Insolvenz nach Millionenverlusten beim Thalasso-Spa

Wangerland Touristik GmbH (WTG) meldet Insolvenz an

Die Wangerland Touristik GmbH (WTG), ein kommunales Unternehmen der niedersächsischen Gemeinde Wangerland, hat Insolvenz angemeldet. Der finanzielle Zusammenbruch folgt auf massive Kostenexplosionen beim Thalasso-Meeres-Spa-Projekt, dessen Ausgaben von ursprünglich veranschlagten 8,8 Millionen Euro auf fast 23 Millionen Euro anschwollen. Betroffen von der unsicheren Lage sind 180 Mitarbeiter, lokale Unternehmen und die Bevölkerung der Region.

Das Thalasso-Meeres-Spa sollte den Tourismus in Wangerland neu ausrichten und wohlhabendere Gäste anziehen. Doch die Kosten gerieten völlig außer Kontrolle und überstiegen das ursprüngliche Budget um fast das Dreifache. In der Folge war die WTG nicht mehr in der Lage, ihre laufenden Ausgaben zu decken – die Insolvenz wurde im Sommer 2025 unvermeidbar.

Auch die Friesland-Therme in Horumersiel, ein weiteres WTG-Objekt, musste schließen und steht nun zum Verkauf. Steigende Betriebskosten machten den Weiterbetrieb unwirtschaftlich. Gleichzeitig wurde der Campingplatz in Schillig – einer der größten und bekanntesten Deutschlands – zum Verkauf angeboten, um die finanzielle Last zu verringern.

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Die Gemeinde versucht, die Folgen einzudämmen. Durch eine Eigenverwaltung im Insolvenzverfahren sollen Arbeitsplätze gesichert und touristische Angebote aufrechterhalten werden. Vermögenswerte wie das Hallenwellenbad, der Campingplatz und möglicherweise das Gästehaus in Hooksiel werden veräußert, um die Finanzen zu stabilisieren.

Rechtliche Ermittlungen verschärfen die Krise: Die Staatsanwaltschaft Oldenburg prüft Vorwürfe gegen einen ehemaligen WTG-Geschäftsführer. Ihm werden verspätete Insolvenzanträge, Vertrauensbruch und Buchführungsverstöße vorgeworfen.

Die Insolvenz hat den Tourismus und den Arbeitsmarkt in Wangerland schwer erschüttert. Während wichtige Immobilien nun auf dem Markt sind, arbeitet die Gemeinde daran, Jobs zu sichern und die Dienstleistungen aufrechtzuerhalten. Die Ergebnisse der Ermittlungen gegen den früheren Manager könnten weitere Aufklärung über das finanzielle Fehlmanagement liefern, das zum Kollaps führte.