09 June 2026, 14:31

Warum Alter an der Spitze kein Hindernis, sondern ein Vorteil ist

Rentenreform

Warum Alter an der Spitze kein Hindernis, sondern ein Vorteil ist

Politik und Sport beweisen: Alter ist kein Hindernis für Führung. In Deutschland prägen erfahrene Persönlichkeiten wie Wolfgang Kubicki und Friedrich Merz weiterhin die Politik, während ältere Trainer und Staatslenker an der Spitze bleiben. Gleichzeitig werden die Rufe nach einer Anhebung des Renteneintrittsalters lauter – Experten argumentieren, dass die Produktivität auch im höheren Alter hoch bleiben kann.

Die Debatte über ein längeres Arbeitsleben gewinnt an Fahrt. Arbeitsministerin Bärbel Bas schlug eine schrittweise Erhöhung des Renteneintrittsalters vor und signalisierte damit einen Politikwechsel. Eine Rentenkommission soll nun empfehlen, das Arbeiten bis 70 als nachhaltige Lösung für künftige Generationen zu etablieren.

Aktuelle politische Entwicklungen unterstreichen den Einfluss älterer Führungskräfte: Die Freien Demokraten (FDP) wählten den 74-jährigen Wolfgang Kubicki zu ihrem neuen Vorsitzenden, während der 70-jährige Friedrich Merz in der Kanzler-Nachfolge der Union keine älteren Konkurrenten hat. Selbst bei Rückschlägen zählt Erfahrung: Außenminister Johann Wadephul, 63, erlitt zwar eine Niederlage bei einer UN-Abstimmung, bleibt aber im Amt.

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Jenseits der Politik sind ältere Profis erfolgreich: Weltpolitiker wie Xi Jinping (72), Wladimir Putin (73), Benjamin Netanjahu (76) und Donald Trump (79) agieren weiterhin in verantwortungsvollen Spitzenpositionen. Studien deuten sogar darauf hin, dass die Produktivität bis ins 90. Lebensjahr anhalten kann – ein Widerspruch zu herkömmlichen Rentenvorstellungen. Im Fußball wird der 78-jährige Trainer Dick Advocaat mit der Nationalmannschaft von Curaçao seine taktische Klasse gegen das jüngere Team von Julian Nagelsmann (38) bei der Weltmeisterschaft unter Beweis stellen.

Für die nach den Babyboomern Geborenen mag ein Renteneintritt mit 70 noch unrealistisch wirken. Doch der Trend ist deutlich: Ältere Führungskräfte bleiben an der Macht, und die Politik passt sich an, um längere Erwerbsbiografien zu ermöglichen. Mit Studien, die für spätes Berufsleben sprechen, wird das Konzept eines festen Renteneintrittsalters zunehmend infrage gestellt.

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