31 December 2025, 05:02

Welthungerhilfe fordert mehr Klimagelder: Deutschland in der Pflicht gegen globale Hungerkrise

Ein Plakat mit Text auf der rechten Seite, das einen Hintergrund aus Grasland, Bergen, Himmel und Wolken zeigt.

Welthungerhilfe fordert mehr Klimagelder: Deutschland in der Pflicht gegen globale Hungerkrise

Die Klimakrise verschärft sich mit schweren Folgen für die globale Ernährungssicherheit. Mathias Mogge, Generalsekretär der Welthungerhilfe, hat die wohlhabenden Nationen aufgefordert, ihre Finanzhilfen für die Anpassung an den Klimawandel deutlich zu erhöhen. Ohne entschlossenes Handeln werde sich der Hunger in besonders gefährdeten Regionen weiter ausbreiten und die Landwirtschaft noch stärker leiden, warnt er.

Mogge betonte die wachsende Bedrohung für Landwirtschaft und Nahrungsmittelversorgung durch immer extremere Wetterbedingungen. Er unterstrich, dass die Industrieländer – darunter auch Deutschland – deutlich mehr finanzielle Unterstützung bereitstellen müssten, um ärmeren Staaten bei der Anpassung zu helfen. Die geplanten Kürzungen im Entwicklungsbudget für das Jahr 2026 würden die Lage weiter verschärfen, so Mogge.

Die Finanzierungslücke bei der Klimaanpassung bleibt enorm. Gerade diejenigen, die am wenigsten zur Klimakrise beigetragen haben, leiden am stärksten unter ihren Folgen. Der Verband Entwicklungspolitik und Humanitäre Hilfe deutscher Nichtregierungsorganisationen (VENRO) unterstützt Mogges Forderung und drängt darauf, die internationalen Klimafinanzierungen zu verdoppeln. Das bisherige Ziel von 100 Milliarden US-Dollar jährlich für Entwicklungsländer läuft 2025 aus. Vor dem anstehenden Weltklimagipfel COP30 ist Mogges Botschaft klar: Klimapolitik muss den Kampf gegen den Hunger in den Mittelpunkt stellen, um gerecht und wirksam zu sein. Er besteht darauf, dass Mittel für die Anpassung nicht länger aufgeschoben werden dürfen, wenn die Welt die Ziele des Pariser Abkommens erreichen will.

Deutschland und andere wohlhabende Staaten stehen unter Druck, ihre Finanzhilfen für die Klimaanpassung zu erhöhen. Die geplanten Kürzungen im Haushalt 2026 könnten die Fortschritte im Kampf gegen den Hunger zunichtemachen. Ohne schnelles Handeln wird die Kluft zwischen klimapolitischen Versprechen und der Realität weiter wachsen.