04 February 2026, 07:23

Wie die Polizei in Niedersachsen mit Geschichte die Demokratie stärkt

Eine Gruppe von Polizisten in schwarzen Uniformen und Helmen steht vor einer unscharfen Menge und einer Stadtlandschaft mit Gebäuden, Bäumen, Pfählen, Verkehrszeichen und Schildern.

Wie die Polizei in Niedersachsen mit Geschichte die Demokratie stärkt

Die Polizeiakademie Niedersachsen veranstaltete kürzlich das 34. Kolloquium zur Polizeigeschichte – eine führende Fachveranstaltung auf diesem Gebiet. Vom 10. bis 12. Juli trafen sich Historiker, um zu ergründen, wie sich Polizeiarbeit in demokratischen Gesellschaften entwickelt. Die Akademie beherbergt zudem das Forschungszentrum für Polizei- und Demokratiegeschichte und festigt so ihre Rolle bei der Gestaltung der Zukunft der Strafverfolgung.

Das Kolloquium bot eine Plattform für den Austausch aktueller Erkenntnisse der polizeihistorischen Forschung. Experten aus Deutschland und dem Ausland diskutierten, wie demokratische Werte über die Zeit Polizeistrategien prägen – und schlagen so eine Brücke zwischen akademischer Arbeit und polizeilicher Praxis.

Im Fokus stand auch die laufende Initiative der Akademie "Polizei schützt Demokratie", die im November 2019 ins Leben gerufen wurde. Das Programm stärkt die Zusammenarbeit mit zivilgesellschaftlichen Akteuren durch regelmäßige Foren, gemeinsame Schulungen zur Extremismusprävention und Projekte wie Kampagnen gegen Rechtsextremismus. Zu den Partnern zählen die Amadeu Antonio Stiftung sowie lokale NGOs in ganz Niedersachsen.

Im Rahmen der Initiative können Beamte sich mittlerweile als "Demokratie-Mentoren" engagieren – ehrenamtlich und im Dienst. Ihre Aufgabe ist es, demokratische Grundwerte zu fördern und antidemokratischen Tendenzen in der Gesellschaft entgegenzuwirken.

Das Kolloquium unterstrich das Bestreben der Akademie, historische Forschung mit aktuellen Herausforderungen der Polizeiarbeit zu verknüpfen. Mit Initiativen wie "Polizei schützt Demokratie" fördert die Einrichtung weiterhin den Dialog zwischen Sicherheitsbehörden und Zivilgesellschaft. Ziel ist es, demokratische Werte zu stärken und die Reaktion auf Extremismus in der Region zu verbessern.