Wie die WM Berlin in ein Fußballfieber versetzte – und warum es so schnell vorbei war
Herbert RennerWie die WM Berlin in ein Fußballfieber versetzte – und warum es so schnell vorbei war
Während der Weltmeisterschaft verwandelte sich Berlin in ein riesiges Stadion. Geschäfte, Balkone und Straßen waren mit Fußballdekorationen geschmückt. Selbst diejenigen, die sich sonst kaum für den Sport interessierten, wurden zu leidenschaftlichen Fans.
Der Autor hatte sich vor dem Turnier nie besonders für Fußball begeistert. Doch während der WM fand er sich plötzlich dabei wieder, Zusammenfassungen zu schauen und Public Viewings zu besuchen. Gespräche, die einst vom Wetter handelten, drehten sich nun um Aufstellungen und taktische Diskussionen.
Die Stadt vibrierte vor Energie, während Skeptiker zu Experten wurden. Fremde diskutierten mit neu erwachtem Eifer über Regeln und Spieler. Die Stimmung war mitreißend – man konnte sich ihr kaum entziehen. Als die Weltmeisterschaft vorbei war, verschwanden die Dekorationen, und Berlin kehrte zu seinem gewohnten Rhythmus zurück. Das kurze Fußballfieber des Autors verflog so schnell, wie es gekommen war. Der Alltag nahm wieder seinen Lauf – ohne das ständige Summen der Spielanalysen.






