11 April 2026, 00:34

Wie Tibber-Kunden mit flexiblen Ladezeiten Stromkosten im März drückten

Liniengraph, der den US-Stromenergieverbrauch von 2021 bis 2022 zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Wie Tibber-Kunden mit flexiblen Ladezeiten Stromkosten im März drückten

Strompreise und Ladegewohnheiten änderten sich im März – neue Daten des Energiedienstleisters Tibber zeigen, wie Kunden auf schwankende Großhandelspreise reagierten. Durch gezielte Anpassung ihres Verbrauchs nutzten Haushalte vor allem die frühen Morgenstunden für das Aufladen, während die Einzelhandelstarife für Neukunden stiegen und die Belastung für viele Haushalte weiter zunahm.

Die Großhandelspreise für Strom unterlagen Anfang März starken Schwankungen: Plötzliche Preissprünge und -einbrüche prägten die Kostenentwicklung. Dies veranlasste Tibber-Kunden, ihre Ladegewohnheiten umzustellen – besonders Besitzer von Elektroautos (E-Autos). Während die Aktivität zwischen 4 und 6 Uhr morgens zunahm, ging das Abendladen im Vergleich zum Februar zurück.

Norwegische Haushalte, die fast durchgehend mit intelligenten Stromzählern ausgestattet sind, reagierten schnell auf die Preissignale. Die 25 Prozent der Nutzer, die ihre Ladezeiten am effektivsten anpassten, sparten fast 7 Prozent der Kosten ein. Haushalte mit E-Autos, Smart Metern und flexiblen Tarifen verzeichneten hingegen nur einen Anstieg der Ausgaben um 3 Prozent gegenüber dem Vormonat.

Das Unternehmen betonte zudem die Vorteile der Kombination von Solarstrom mit E-Autos. 2025 zahlten die besten 10 Prozent der Tibber-Kunden, die beide Technologien nutzten, im Schnitt 22 Cent pro Kilowattstunde – verglichen mit 26 Cent bei reinen E-Auto-Besitzern. Rund 75 Prozent der Tibber-Haushalte mit E-Auto verfügten zudem über Solaranlagen, was ihnen half, die Kosten besser zu steuern.

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Edgeir Aksnes, globaler CEO von Tibber, kritisierte die anhaltende Abhängigkeit Deutschlands von fossilen Energieträgern zur Stromerzeugung. Er fragte, warum das Land nicht konsequenter auf erneuerbare Energien setze – besonders angesichts der anhaltenden Energiekrise. Steigende Gaspreise, angetrieben auch durch Spannungen im Iran, trieben die Stromkosten in ganz Europa zusätzlich in die Höhe.

Die Daten zeigen: Flexible Tarife und intelligente Energienutzung können Haushalten helfen, selbst in volatilen Märkten Kosten zu sparen. Wer Ladezeiten anpasste oder E-Autos mit Solarstrom kombinierte, profitierte am stärksten. Gleichzeitig bleiben die übergeordneten Herausforderungen bestehen – die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen und geopolitische Spannungen halten die Preise unter Druck.

Quelle