Wiesbadens Karnevalstradition endet: "Zugen(d)te" wird zu "Gans am End"
Herbert RennerWiesbadens Karnevalstradition endet: "Zugen(d)te" wird zu "Gans am End"
Eine langjährige Tradition bei den Wiesbadener Karnevalsfeiern steht vor einer Veränderung: Die ikonische Figur der "Zugen(d)te", die fast 20 Jahre lang den Abschluss des Fastnachtsumzugs bildete, wird umbenannt und umgestaltet. Der Grund ist eine rechtliche Beschwerde des Mainz 05 Karnevalsvereins wegen Markenrechtsbedenken.
Der Streit begann, als Hannsgeorg Schönig, Präsident des Mainz 05 Karnevalsvereins, eine Klage wegen der Nutzung des Namens "Zugen(d)te" einreichte. Der Begriff ist im Zusammenhang mit dem Mainz 05 Rosenmontagszug markenrechtlich geschützt, wo eine ähnliche Abschlussfigur auftritt. Bisher war die Wiesbadener Variante über zwei Jahrzehnte hinweg unbeanstandet geblieben.
Um die Angelegenheit beizulegen, haben die Veranstalter des Wiesbadener Umzugs zugestimmt, die Beschriftung der Figur zu entfernen. Guntram Eisenmann, künstlerischer Leiter der Wagenbau-Gruppe "Dacho", bestätigte die Änderung. Auch die Figur selbst wird überarbeitet, um weitere juristische Konflikte zu vermeiden.
Anstelle des alten Namens wird der Schlusswagen künftig "Gans am End" heißen – "Die Gans am Ende" – was das Erscheinungsbild der Figur widerspiegelt, die nach Angaben der Wagenbauer eher einer Gans als einer Ente ähnelt. Der neue Name wird beim nächsten Schmotzigen Donnerstag erstmals zu sehen sein.
Die Umbenennung markiert das Ende einer fast 20-jährigen Tradition in Wiesbaden. "Gans am End" übernimmt nun die Rolle als Abschlussfigur des Umzugs, wobei die Organisatoren sicherstellen, dass die Änderungen den rechtlichen Vorgaben entsprechen. Der überarbeitete Wagen wird bei künftigen Feiern zu sehen sein und bleibt weiterhin der Höhepunkt zum Finale der Veranstaltung.






