17 June 2026, 17:27

WM-Fieber im Büro: Wie Fußball die Produktivität in Deutschland lahmlegt

Weltmeisterschaft kostet deutsche Unternehmen 1,1 Milliarden Euro - das ist, wie viel weniger Deutsche arbeiten

WM-Fieber im Büro: Wie Fußball die Produktivität in Deutschland lahmlegt

Die Fußball-Weltmeisterschaft sorgt für Turbulenzen in deutschen Betrieben. Mit 104 Spielen über fast fünf Wochen suchen Beschäftigte nach Wegen, die Partien während der Arbeitszeit zu verfolgen. Das führt zu Produktivitätseinbußen und wirft rechtliche Fragen zum Verhalten am Arbeitsplatz auf.

Gerichte haben entschieden, dass Arbeitnehmer Spiele im Radio mitverfolgen oder auf dem Handy Live-Ergebnisse prüfen dürfen – allerdings nur, sofern es Kollegen nicht stört und die Arbeitsleistung nicht beeinträchtigt wird. Das deutsche Arbeitsrecht räumt jedoch kein generelles Recht ein, die WM während der Arbeitszeit ohne Zustimmung des Arbeitgebers zu verfolgen.

Viele Begegnungen beginnen nach Mitternacht oder in den frühen Morgenstunden. Dadurch kommen manche Beschäftigte müde zur Arbeit. Wer wegen des Fußballschauens zu spät erscheint, riskiert disziplinarische Maßnahmen bis hin zur Kündigung. Betrunken nach einer nächtlichen Partie im Büro aufzutauchen, kann zudem zur unbezahltem Freistellung führen.

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Studien zufolge verlieren deutsche Arbeitnehmer im Laufe des Turniers etwa zwölf Arbeitsstunden. Im Schnitt wenden sie pro Arbeitstag 26 Minuten für WM-Inhalte auf. Weltweit gibt jeder siebte Beschäftigte zu, heimlich während der Arbeitszeit Spiele zu schauen. Die volkswirtschaftlichen Produktivitätsausfälle belaufen sich für deutsche Unternehmen auf geschätzte 1,3 Milliarden Euro.

Arbeitgeber behalten das Recht, Mitarbeiter bei Verspätungen oder Leistungsabfall wegen der WM zu maßregeln. Die finanziellen und betrieblichen Auswirkungen auf Unternehmen sind beträchtlich. Beschäftigte müssen ihr Interesse am Turnier mit ihren beruflichen Pflichten in Einklang bringen.

Quelle