14 January 2026, 11:43

Wohnungsnot in Bremen und Niedersachsen: Studierende kämpfen um bezahlbaren Wohnraum

Ein altes Buch mit einer detaillierten Karte von Bamberg, Deutschland, mit Straßen, Gebäuden und Sehenswürdigkeiten beschriftet.

Wie Studierende die Wohnungssuche, BAföG und das Semesterstart meistern - Wohnungsnot in Bremen und Niedersachsen: Studierende kämpfen um bezahlbaren Wohnraum

Zehntausende Erstsemester in Niedersachsen und Bremen kämpfen mit der Wohnungsnot

Hohe Nachfrage und begrenztes Angebot machen die Suche nach einer Unterkunft für Studierende in Niedersachsen und Bremen zu einer großen Herausforderung. Neben dem Wohnungsmangel bleiben finanzielle Sorgen ein zentrales Hindernis für viele während ihres Studiums.

Besonders prekär ist die Lage in Bremen: Hier beträgt die durchschnittliche Wartezeit auf einen der 2.139 Plätze in Studentenwohnheimen zwölf Monate. Ein Zimmer inklusive Heizkosten schlägt im Schnitt mit etwa 327 Euro pro Monat zu Buche. In Osnabrück warten Studierende hingegen zwei bis drei Semester auf eine eigene Wohnung und zahlen durchschnittlich rund 365 Euro.

Die Studierendenwerke in Bremen und Osnabrück unterstützen in akuten finanziellen Notlagen mit Darlehen und sozialer Beratung. Der AStA der Universität Hannover hilft zudem mit „Mensa-Tischen“ – einem kostenlosen Mittagessen pro Tag für ein ganzes Semester an Studierende, die in Geldnot stecken. Bei der Bewerbung um einen Wohnheimplatz erhöhen frühzeitige Anmeldungen die Chancen, auf die Warteliste zu kommen. In der Region Ostniedersachsen gibt es in den meisten Städten freie Plätze in Wohnheimen – mit Ausnahme von Buxtehude und Lüneburg. Das Studierendenwerk Bremerhaven an der Parkstraße 1 bietet über seine Abteilung Wohnheim- und Wohnungsvermittlung gezielte Hilfe bei der Wohnungssuche an. Finanzielle Hilfen wie BAföG werden jedoch zu selten in Anspruch genommen: Schätzungsweise die Hälfte der anspruchsberechtigten Studierenden beantragt sie nicht – sei es aus Unwissenheit oder wegen unvollständiger Unterlagen.

Für Studierende in der Region bleibt die Bewältigung von Wohnungsmangel und finanziellen Belastungen eine doppelte Herausforderung. Frühzeitige Wohnheimbewerbungen und die Nutzung von Unterstützungsangeboten – etwa BAföG, Darlehen oder kostenlose Essensprogramme – können die Situation entlasten. Ohne gezielte Maßnahmen werden sich die Schwierigkeiten, bezahlbaren Wohnraum zu finden und die Lebenshaltungskosten zu stemmen, für viele jedoch weiter verschärfen.