22 March 2026, 16:28

Wolfenbüttel lehnt Fusion von Stadt- und Kreisbücherei ab – trotz Sparpotenzial

Ein aufgeschlagenes Buch mit einer detaillierten Stadtansicht auf seinen Seiten, begleitet von Bildern und Text.

Wolfenbüttel lehnt Fusion von Stadt- und Kreisbücherei ab – trotz Sparpotenzial

Der Stadtrat von Wolfenbüttel hat einen Plan zur Zusammenlegung der Stadtbücherei und der Kreisbücherei abgelehnt. Der von der CDU-Fraktion eingebrachte Vorschlag zielte darauf ab, Kosten zu sparen und das kulturelle Angebot in der Region effizienter zu gestalten. Nach einer Debatte in der jüngsten Sitzung wurde das Vorhaben schließlich abgelehnt.

Das Konzept sah vor, die Buchbestände beider Bibliotheken am Bahnhof zusammenzuführen. Damit sollte der Aufwand für den Transport von Büchern zwischen dem Bildungszentrum und dem Büchereibus verringert werden. Durch eine optimierte Raumnutzung am Bahnhof und im Volkshochschulzentrum sollte die Zusammenarbeit zwischen Stadt und Landkreis gestärkt und das kulturelle Angebot in der Harzstraße aufgewertet werden.

Die CDU argumentierte, dass die Fusion der Bibliotheken helfen würde, die finanzielle Belastung beider Kommunalverwaltungen zu verringern. Angesichts knapper Haushalte ging es darum, Defizite abzubauen, ohne dabei zentrale Dienstleistungen einzuschränken. Nach Beratungen in verschiedenen Ausschüssen entschied sich der Rat jedoch gegen die Zusammenlegung.

In Wolfenbüttel gibt es drei bedeutende Kultureinrichtungen: die Herzog August Bibliothek, die städtische Stadtbücherei und die Volkshochschule des Landkreises. Die abgelehnte Reform hätte eine grundlegende Neuordnung dieser Angebote bedeutet.

Mit der Entscheidung des Rates bleiben beide Bibliotheken vorerst eigenständig. Die finanziellen Herausforderungen für Stadt und Landkreis bestehen jedoch weiter, sodass nach alternativen Lösungen zur Kostensenkung gesucht werden muss. Aktuell sind keine weiteren Änderungen im Bibliotheksbetrieb geplant.

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