Wolfenbüttel senkt Kita-Gruppengrößen für bessere Betreuungsqualität ab 2026
Herbert RennerWolfenbüttel senkt Kita-Gruppengrößen für bessere Betreuungsqualität ab 2026
Wolfenbüttel führt kleinere Gruppen in Kitas ein
Die Stadt Wolfenbüttel hat Pläne bekannt gegeben, die Gruppengrößen in allen Kindertageseinrichtungen zu reduzieren. Ab dem Kindergartenjahr 2026/2027 werden Krippen, Kindergärten und Hortgruppen weniger Kinder pro Gruppe betreuen. Die Maßnahme folgt Forderungen von Kita-Leitungen und Eltern nach kleineren, besser handhabbaren Gruppen.
Der Stadtrat billigte die Änderungen mit nur zwei Enthaltungen der AfD. Nach den neuen Regelungen dürfen Krippengruppen maximal 14 Kinder umfassen, Kindergartengruppen werden auf 24 Kinder begrenzt. In Hortgruppen sollen nicht mehr als 19 Kinder zusammenkommen. Ausnahmen sind in seltenen Fällen möglich – allerdings nur aus pädagogischen Gründen.
Sämtliche 29 Kindertageseinrichtungen in Wolfenbüttel – sowohl städtische als auch freie Träger – werden die neuen Obergrenzen übernehmen. Die Entscheidung ist Teil des Programms "Demografische Chancen 2030", einer Reaktion auf sinkende Geburtenraten und den erwarteten Rückgang an betreuungsbedürftigen Kleinkindern. Durch das frühzeitige Handeln will die Stadt sich an die veränderten Bevölkerungsstrukturen anpassen.
Wolfenbüttel ist damit die erste Kommune in Niedersachsen, die solche Maßnahmen einführt. Die Neuregelung entspricht langjährigen Wünschen von Fachkräften und Familien, die argumentieren, dass kleinere Gruppen die Betreuungsqualität und individuelle Förderung der Kinder verbessern.
Die Änderungen treten zum Schuljahr 2026/2027 in Kraft. Die Einrichtungsleitungen werden die Einhaltung der neuen Vorgaben überwachen und sicherstellen, dass die Grenzen in allen Kitas eingehalten werden. Mit diesem Schritt setzt Wolfenbüttel ein regionales Zeichen für die Anpassung der Kinderbetreuung an den demografischen Wandel.






