Wolfenbüttels Haushaltskrise: Soll die Fahrradschnellstraße dem Rotstift zum Opfer fallen?
Alex TintzmannWolfenbüttels Haushaltskrise: Soll die Fahrradschnellstraße dem Rotstift zum Opfer fallen?
Wolfenbüttel steht in diesem Jahr vor einem Haushaltsdefizit von 19 Millionen Euro. Die CDU/FDP-Koalition schlägt vor, den Bau einer neuen Fahrradschnellstraße einzustellen, um 1,3 Millionen Euro einzusparen. Befürworter betonen jedoch, dass das Projekt für die Zukunft der Stadt und ihre Klimaziele von entscheidender Bedeutung sei.
Mit dem Plan der Koalition soll durch den Stopp der Fahrradschnellstraße Geld gespart werden. Zwar ließe sich so eine Summe von 1,3 Millionen Euro einsparen, doch räumt man ein, dass dies die tiefer liegende Haushaltskrise nicht lösen werde. Die Stadt muss ihre Ausgaben kürzen, darf dabei aber ihr eigenes Wachstum nicht behindern.
Leonhard Pröttel von den Grünen unterstützt den Bau der Radschnellverbindung. Er hebt ihre Rolle bei der Bekämpfung des Klimawandels und der Förderung eines nachhaltigen Verkehrs hervor. Gegner warnen hingegen, dass ein Abbruch des Projekts nun ein mangelndes Engagement für moderne Infrastruktur signalisieren könnte.
Die Ratsmehrheit hat bisher nicht dargelegt, wo weitere Einsparungen vorgenommen oder zusätzliche Mittel aufgebracht werden sollen. Die finanzielle Perspektive der Stadt bleibt auch für die kommenden Jahre düster.
Die Debatte um die Fahrradschnellstraße geht weiter. Ein Stopp des Projekts würde zwar kurzfristig Geld sparen, könnte jedoch die langfristigen Ziele gefährden. Manche sehen in der Fortführung des Vorhabens die richtige Entscheidung für die Entwicklung Wolfenbüttels.






