31 March 2026, 20:29

Wolfsangriff in Hamburg-Altona löst Debatte über Tötung oder Freilassung aus

Liniengraph, der das Wachstum der Wolfsbevölkerung in Deutschland von 2000 bis 2021 zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Wolfsangriff in Hamburg-Altona löst Debatte über Tötung oder Freilassung aus

Wolf greift Frau in Hamburg-Altona an – Debatte über Schicksal des Tieres entbrannt

Ein Wolf hat in Hamburg-Altona eine Frau angegriffen, nachdem diese versucht hatte, das Tier aus einer automatischen Schiebetür zu befreien. Der Vorfall hat eine Diskussion über den weiteren Umgang mit dem Tier ausgelöst. Helmut Dammann-Tamke, Präsident des Deutschen Jagdverbands (DJV), fordert entweder die Euthanasie des Wolfs oder eine kontrollierte Freilassung mit einem Peilsender.

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Das Tier wurde ohne Betäubung gefangen und in die Wildtierstation Klövensteen im Stadtteil Rissen gebracht. Dammann-Tamke betonte, dass eine dauerhafte Haltung aus Tierschutzgründen keine tragfähige Lösung sei. Stattdessen schlägt er vor, den Wolf am Stadtrand Hamburgs mit einem Sender auszustatten, falls die Politik eine Tötung ablehnt.

Als Beispiel nannte er den Fall des Wolfs Kurti aus dem Jahr 2016, der trotz weniger aggressiven Verhaltens getötet worden war. Dammann-Tamke argumentiert, dass Wölfe in Deutschland lernen müssten, Menschen zu meiden. Gezielte Entnahmen einzelner Tiere könnten das Rudelverhalten beeinflussen – sein Ziel ist es, Konflikte zwischen Wölfen, Menschen und Nutztieren zu verringern.

Der DJV-Präsident machte deutlich, dass die endgültige Entscheidung nun bei den Politikern liege. Anders als in Regionen mit etablierten Wolfspopulationen ziehen durch Hamburg und Schleswig-Holstein nur vereinzelt Wölfe auf der Wanderung aus östlichen Gebieten durch. In den beiden norddeutschen Bundesländern gibt es bisher keine ansässigen Rudel.

Die Behörden stehen nun vor der Frage, wie mit dem Wolf weiter verfahren werden soll. Bei einer Freilassung würde das Tier mit einem Sender überwacht. Im Falle einer Euthanasie würde man sich an früheren Entscheidungen orientieren, bei denen Wölfe eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit darstellten.

Quelle