Wormland steht erneut vor der Pleite – doch die Filialen bleiben offen
Catrin KabusMännerausstatter Wormland beantragt erneut Insolvenz - Wormland steht erneut vor der Pleite – doch die Filialen bleiben offen
Modehändler Wormland meldet erneut Insolvenz an
Der Osnabrücker Modehändler Wormland, der erst kürzlich von Lengermann & Trieschmann (L&T) übernommen wurde, befindet sich erneut in finanziellen Schwierigkeiten – während seine neun Filialen zunächst weiter geöffnet bleiben.
Im August 2024 hatte Wormland bereits ein Eigenverwaltungsverfahren in der Insolvenz durchlaufen, nachdem das Osnabrücker Modeunternehmen L&T die Geschäfte übernommen hatte. Damals verlegte das Unternehmen seinen Hauptsitz von Hannover nach Osnabrück und führte ein strenges Sparprogramm ein, um überhöhte Fixkosten abzubauen. Trotz dieser Maßnahmen hat die anhaltend schwache Nachfrage nach Herrenmode den Händler nun erneut in wirtschaftliche Turbulenzen gestürzt.
L&T-Geschäftsführer Mark Rauschen gab zu, dass das Unternehmen als Familienbetrieb in dritter Generation Fehler gemacht habe. Nun soll ein Investorenprozess zur Neuaufstellung von Wormland eingeleitet werden. Der Osnabrücker Anwalt Stephan Michels wurde zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Bis auf Weiteres bleiben alle neun Wormland-Filialen wie gewohnt in Betrieb. Die rund 250 Mitarbeiter sollen ihre Gehälter für die nächsten drei Monate über Insolvenzgeld von der Bundesagentur für Arbeit erhalten.
Die Zukunft des Händlers hängt nun davon ab, ob sich neue Investoren finden lassen, um die Finanzen zu stabilisieren. Bis dahin läuft der Geschäftsbetrieb weiter, während die Restrukturierung voranschreitet. Die erneute Insolvenz unterstreicht die anhaltenden Herausforderungen im Markt für Herrenmode.