21 January 2026, 17:27

Zerschlagener Diebesring: 38 Einbrüche in Biogasanlagen erschüttern Norddeutschland

Ein Nahaufnahme eines kleinen Stücks Nahrung, das wie ein Mikroorganismus aussieht, auf einem schwarzen Hintergrund, mit beschreibendem Text oben und unten.

Zerschlagener Diebesring: 38 Einbrüche in Biogasanlagen erschüttern Norddeutschland

Schlag gegen überregionalen Diebesring: Biogasanlagen im Visier – 38 Einbrüche in Norddeutschland aufgedeckt

Nach einjährigen Ermittlungen ist ein überregional agierender Diebesring zerschlagen worden, der sich auf Biogasanlagen spezialisiert hatte. Die Behörden in Lüneburg, federführend unterstützt von der Staatsanwaltschaft Osnabrück, deckten ein Netzwerk auf, das für mindestens 38 Einbrüche in Norddeutschland verantwortlich zeichnet. Der durch die Diebstähle entstandene finanzielle Schaden beläuft sich mittlerweile auf über 325.000 Euro.

Die Gruppe war zwischen Oktober 2024 und April 2025 aktiv und schlug in 25 Anlagen in Niedersachsen, elf in Schleswig-Holstein und zwei in Nordrhein-Westfalen zu. Im Fokus standen hochwertige Bauteile: Zündkerzen und Katalysatoren, die in den Biogasanlagen zur Wartung eingelagert waren. Neun der Vorfälle ereigneten sich im Zuständigkeitsbereich des Polizeidirektion Lüneburg, wobei die Landkreise Rotenburg, Stade, Heidekreis und Celle besonders betroffen waren.

Fünf Beschuldigte – drei Männer und zwei Frauen im Alter von 25 bis 31 Jahren – wurden vor dem Landgericht Osnabrück angeklagt. Alle gestanden die Taten und lieferten Aussagen, die weitere Mittäter und Hehler belasteten. Ihre Kooperation löste separate Ermittlungsverfahren gegen weitere Beteiligte aus. Am 15. Januar 2026 verkündete das Gericht Urteile gegen vier der fünf Angeklagten: Drei erhielten Haftstrafen, einer eine Bewährungsstrafe. Der Fall des fünften Beschuldigten bleibt ungeklärt; über dessen aktuellen Aufenthaltsort oder Status liegen keine öffentlichen Informationen vor.

Die Ermittlungen beendeten eine Serie abgestimmter Diebstähle, die sich über mehrere Bundesländer erstreckte und erhebliche wirtschaftliche Schäden verursachte. Durch die Geständnisse der Gruppe weiteten sich die juristischen Schritte gegen das größere kriminelle Netzwerk aus. Der Fall unterstreicht die anhaltenden Bemühungen, die organisierte Kriminalität im Industriebereich einzudämmen.