Edenhofer widerspricht Merz: Klimaschutz stärkt die Wirtschaft statt sie zu schwächen
Alex TintzmannEdenhofer widerspricht Merz: Klimaschutz stärkt die Wirtschaft statt sie zu schwächen
Der Ökonom Ottmar Edenhofer hat Bundeskanzler Friedrich Merz' Behauptung kritisiert, der Klimaschutz gefährde die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie. Stattdessen betonte er, dass die Schuld für wirtschaftliche Schwierigkeiten der Industrie allein der Umweltpolitik zuzuschreiben, irreführend sei. Edenhofer stellte Klimaschutzmaßnahmen vielmehr als langfristigen wirtschaftlichen Vorteil dar – und nicht als Belastung.
Edenhofer warnte vor einem möglichen Anstieg neuer Öl- und Gasheizungen und mahnte, dass kurzfristige Krisen nicht von den langfristigen Klimazielen ablenken dürften. Zwar räumte er ein, dass viele Hausbesitzer sich die Anschaffung einer Wärmepumpe schlicht nicht leisten könnten, schlug jedoch Lösungen vor, um den Übergang zu erleichtern.
Bestehende Förderprogramme könnten demnach beibehalten werden, sollten sich aber stärker auf klimafreundlichere Heizalternativen konzentrieren. Um die Kosten auszugleichen, regte Edenhofer die Einführung einer Klimadividende an. Zudem könnte eine Abgabe auf neue fossile Heizsysteme deren Attraktivität verringern.
Auch eine Senkung der Stromsteuer würde laut Edenhofer helfen, da sie Wärmepumpen als günstigere Alternative attraktiver mache. Die Vorstellung, Klimapolitik sei ein Luxus, wies er zurück – sie sichere vielmehr die Zukunft und schütze den Wohlstand.
Edenhofers Vorschläge zielen darauf ab, Bezahlbarkeit und Klimaziele in Einklang zu bringen. Dazu gehören Subventionen für saubere Heiztechnologien, eine Abgabe auf neue Öl- und Gasheizungen sowie steuerliche Anpassungen. Das Ziel: Rückschritte bei den Umweltverpflichtungen vermeiden und gleichzeitig finanzielle Sorgen der Bürger ernst nehmen.






