KI revolutioniert Ampelschaltungen: sicherer, flüssiger und grüner durch Echtzeitdaten
Herbert RennerKI revolutioniert Ampelschaltungen: sicherer, flüssiger und grüner durch Echtzeitdaten
KI-gestütztes Verkehrssystem soll Ampeln revolutionieren: sicherer, effizienter und umweltfreundlicher
Ein neues, mit künstlicher Intelligenz (KI) betriebenes Verkehrssystem könnte die Art und Weise verändern, wie Fußgänger und Fahrzeuge Kreuzungen passieren. Entwickelt vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und dem Technologieunternehmen Vitronic, setzt das Projekt LTSA auf Echtzeitdaten, um Ampelschaltungen dynamisch anzupassen. Ziel der Technologie ist es, die Sicherheit zu erhöhen, Wartezeiten zu verkürzen und sogar umweltfreundliche Verkehrsmittel zu fördern.
Das LTSA+-System erkennt und analysiert Fußgänger an Übergängen – und das ohne Eingriff in die Privatsphäre. Für langsamer gehende Personen wie Kinder oder ältere Menschen kann es die Grünphase verlängern. Menschen mit körperlichen Einschränkungen profitieren von angepassten Signalzeiten, die sichere Überquerungsmöglichkeiten schaffen.
Wenn kaum oder keine Fußgänger anwesend sind, kann die KI unnötige Grünphasen überspringen. Dadurch wird der Verkehrsfluss optimiert und unnötiges Anhalten für Autofahrer vermieden. Da das System mit den meisten bestehenden Ampelanlagen kompatibel ist, lässt es sich leicht in kommunale Infrastruktur integrieren.
Doch LTSA+ geht über die Fußgängersteuerung hinaus: Städte können damit bestimmte Verkehrsarten priorisieren – etwa um Radverkehr oder öffentlichen Nahverkehr zu fördern. Forscher prüfen sogar die Einführung einer vierten Ampelfarbe, die in Zukunft speziell autonom fahrende Fahrzeuge unterstützen könnte.
Das System markiert einen Schritt hin zu einer intelligenteren, reaktionsschnelleren Verkehrssteuerung. Durch den Einsatz von KI, die Fußgängersicherheit und Verkehrseffizienz in Einklang bringt, könnte es die urbane Mobilität grundlegend verändern. Kommunen, die die Technologie einführen, könnten von weniger Staus und besserer Barrierefreiheit für vulnerable Verkehrsteilnehmer profitieren.






