Vom Königsfest zum Weltereignis: Die Geschichte des Oktoberfests
Das Oktoberfest – das größte Bierfest der Welt – zieht jedes Jahr Millionen Besucher nach München. Was vor über 200 Jahren als königliche Hochzeitsfeier begann, ist heute eine globale Tradition.
Das Fest startete am 12. Oktober 1810 anlässlich der Vermählung des bayerischen Kronprinzen Ludwig mit Prinzessin Therese von Sachsen-Hildburghausen. Auf der Theresienwiese – einem Festgelände, das später zu ihren Ehren benannt wurde – dauerte die erste Veranstaltung fünf Tage und bot Pferderennen sowie öffentliche Feiern.
Ab 1811 entwickelte sich die Feier zu einer jährlichen Tradition. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts kamen große Bierzelte hinzu, betrieben von Münchens sechs großen Brauereien. In diesen wird nur Bier nach dem Reinheitsgebot ausgeschenkt, dem strengen deutschen Reinheitsgesetz für Bier.
In den 1920er-Jahren erweiterten Fahrgeschäfte und Attraktionen das Angebot des Festes. Heute erstreckt sich das Oktoberfest über 16 bis 18 Tage, beginnt Ende September und endet am ersten Oktoberwochenende. Einheimische nennen es oft einfach die Wiesn – in Anlehnung an den historischen Veranstaltungsort.
Das Oktoberfest bleibt ein zentraler Bestandteil der bayerischen Kultur und verbindet jahrhundertealte Bräuche mit moderner Unterhaltung. Die Mischung aus Bier, kulinarischen Köstlichkeiten und Feierlaune zieht seit Generationen internationale Besucher in ihren Bann.






